Sara Bloch

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  • 6 children

Marriages and children

Notes

1 - Ortsfamilienbuch Eichstetten

Chronik II, 140.

2 - Gemeinde Eichstetten

Von Ursula Kügele, Stand September 2007

Sara Klein, geb. Bloch, 1861 geboren, war seit 1885 mit dem Handelsmann Lehmann (Ascher) Klein verheiratet, der am 2.3.1859 in Eichstetten geboren wurde, dort am 25.6.1927 verstarb und auf dem Eichstetter jüdischen Friedhof beerdigt wurde. Was die Adresse der Familie Klein anbetrifft, so ist durch die 1936 erhobene „Aufstellung der in der Gemeinde Eichstetten lebenden Juden“ gesichert, dass die verwitwete Frau Sara Klein und ihre beiden Töchter ab dem damaligen Zeitpunkt im ehemaligen jüdischen Schulhaus wohnten. Von den 6 Kindern des Ehepaars sind drei bereits wenige Monate nach der Geburt gestorben. Die verbliebenen Kinder sind: Berta , geb. am 17.3.1888, Betty , geb. am 28.9.1892, David, geb. am 23.2.1896

Betty arbeitete später als Kontoristin in der Papierfabrik Epstein. Sohn David war Viehhändler, verlor aber wie alle jüdischen Mitbürger bis spätestens Dezember 1938 seine Gewerbelizenz durch die „Verordnung zur Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben“. Im März 1939 übertrug der damals nach Brasilien auswandernde Papierfabrikant Heinrich Epstein sein Amt als Vorsteher der jüdischen Gemeinde an David Klein. In dessen kurze Amtszeit fällt die erzwungene Veräußerung des Synagogengrundstücks für 500 RM an die politische Gemeinde; denn nach der Zerstörung der Synagoge am 10.11.1938 wurde die jüdische Gemeinde vom Badischen Bezirksamt verpflichtet, der Gemeinde Eichstetten die Kosten für die Aufräumungsarbeiten zu erstatten.

David Klein emigrierte wenige Monate später, im August 1939, nach Großbritannien, in der Hoffnung, von dort seine Mutter und die Schwestern besser unterstützen zu können. Sara Klein und ihre unverheirateten Töchter Berta und Betty wurden am 22.10.1940 in das südfranzösische Lager Gurs deportiert. Die bereits 80-jährige Mutter wurde von Gurs ins Lager Noé überstellt, wo sie verstarb. Die beiden Schwestern überlebten zwar den bitterkalten Winter 1940/41 und die damals im Lager grassierenden Epidemien, wurden aber in den ab 1942 einsetzenden Transporten über Drancy nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

3 - Timeline

Eichstetten (DE)

4 - Adresse

Bahlinger Straße 7 79356 Eichstetten

Sources:
- person, marriage: OFB Eichstetten

Note: Missing data can be supplemented and incorrect data corrected, please contact Geneee.