Johann Friedrich Kiefer

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Parents

Marriages and children

Ancestors







Johann Friedrich Kiefer 1826-1886

Notes

1 - Ortsfamilienbuch Eichstetten

Weinhändler. Bürgerbuch 1854.

2 - Ortsfamilienbuch Bahlingen

Bg. in Eichstetten, Weinhändler

3 - Badische Zeitung, 20.06.2001

3.1 - Fast fertig!

EICHSTETTEN (gtr). Im Jahre 1851 beschloss der junge Unterlehrer Friedrich Kiefer, ein Winzersohn aus Obereggenen, in die Fußstapfen seiner Eltern zu treten und gründete ein Weingut. 150 Jahre später, genauer gesagt am vergangenen Samstag, konnte sein Urenkel Lutz Grafahrend als Inhaber mit seiner Familie, den Mitarbeitern, Winzern und Handelspartnern das Jubiläum des Betriebes feiern. Höhepunkt des Festabends war dabei sicher die Weinprobe mit Werner Schön, dem Geschäftsführer des badischen Weinbauverbandes.

Zunächst aber eröffnete der Musikverein Eichstetten mit zwei festlichen Stücken die Jubiläumsveranstaltung in der Festhalle mit rund 400 geladenen Gästen. Vom Wein und vielem anderen sang die kleine, gemischte Besetzung des Winzerchores. Die lange Erfolgsgeschichte des Weingutes beleuchtete Lutz Grafahrend, dokumentiert wurde sie auch mit einer kleinen Fotoausstellung. Nach der Gründung, so der Inhaber, habe sein Urgroßvater durch Fleiß, Ausdauer und nicht zuletzt durch die Hochzeit mit der Winzerstochter Anna-Katharina Schmidt erweiterte Friedrich Kiefer nach und nach sein Gut zu einem beträchtlichen Vermögen. Allein das Weinlager soll einen Wert von 18 000 Gulden gehabt haben, außerdem war Kiefer Besitzer zweier Gasthäuser. Elbling und Räuschling waren damals die Hauptanbausorten, erst nach 1871 kamen edlere Sorten wie der Krachmoster und roter Burgunder hinzu.

Nach dem Tod des Firmengründers 1886 übernahmen seine Söhne Karl und Fritz den Weinhandel gemeinsam, trennten sich jedoch 1895, wobei der jüngere der beiden, Fritz, schon damals mit Weitsicht am Ortsausgang nach Bötzingen neu baute und damit die Option auf eine spätere Erweiterung schaffte. Fritz Kiefer weitete den Weinhandel aus und baute einen großen Stamm treuer Gastronomiekunden auf, die teilweise noch heute - mittlerweile in der dritten Generation - vom Weingut Kiefer beliefert werden.

1930 schließlich übergab Fritz Kiefer das Gut an seine beiden Schwiegersöhne Gustav König und Friedrich Grafahrend, die beide als Gutssöhne aus Norddeutschland an den Kaiserstuhl kamen. Sie führten nicht nur in den 30er Jahren die Flaschenabfüllung ein - bislang wurden die Weine ausschließlich mit Fässern verschickt - sondern errichteten trotz Weltwirtschaftskrise bereits nach zwei Jahren einen großen Kellerneubau und verdreifachten so die Lagerkapazität. Sie erweiterten auch die eigene Kelterung, kauften fast nur Trauben statt fertig gekeltertem Most und verbesserten so die Qualität der Weine, die sie dann unter dem Namen "Eichstetter Silbere" vertrieben.

Die beiden Schwippschwager verhalfen dem badischen Wein, von dem es hieß, er sei nicht haltbar und vertrage keinen Transport mit einer außergewöhnlichen Aktion zu einem besseren Ruf: Sie schickten zwei Kisten Wein per Schiff um die Welt. Zwei Äquatorüberquerungen später wurden die Weine von Experten in Berlin verkostet - mit glänzendem Ergebnis. 1965 schließlich übernahm Lutz Grafahrend das Weingut Kiefer. Auch er investierte ständig weiter und setzt gemeinsam mit Kellermeister Hans Bürk heute vor allem auf die hohe Qualität seiner Weine, die durch verschiedene Auszeichnungen belegt wurde. Der Blick in die Zukunft ist ebenfalls optimistisch: Zwar zeigen Grafahrends Kinder kein Interesse am Weinfach, doch mit Horst Schüler, der seit dem 1. Juni dieses Jahres Mitgesellschafter und gleichberechtigter Geschäftsführer ist, soll ein weiteres Familienmitglied das Gut später leiten.

Nach mehreren Grußworten, unter anderem von Repräsentanten des badischen Weinbauverbandes, der Fachgruppe badischer Weinkellerein und von Bürgermeister Gerhard Kiechle.

Sources:
- person, marriage: OFB Eichstetten

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