Christian Heinzmann

  • 13 children
  • 41 grandchildren

Parents

Marriages and children

Siblings

Ancestors

Johannes Heinzmann ca 1645-1707
Ursula Baumann 1655-1732
x x
x x
Jakob Bär 1640-1703
Maria Scherer 1670-1737
Sara Gumbert 1676-1747
























Jakob Bär 1699-1769
Sara Schumacher 1702-1763












Anna Maria Bär 1723-1774






Christian Heinzmann 1759-1818

Notes

1 - Kurt Heinzmann, 16.07.2009

Küfer. Richter. Kirchenzensor. Ruggericht 1789: 2000 fl.

2 - Badische Zeitung, 10.10.2019

2.1 - Frisches Bier aus altem Braukeller

Helmut Enderlin und Ralf Trautwein aus Eichstetten brauen in einem Gemäuer aus dem 18. Jahrhundert.

EICHSTETTEN. Der Heimatort von Helmut Enderlin und Ralf Trautwein ist vor allem als Wein- und Gemüsedorf bekannt, dass hier aber im 18. Jahrhundert auch Bier gebraut wurde, ist heute in Vergessenheit geraten. Als Enderlin sein Haus im Altweg 21 kaufte, wo 1798 erstmals Bier gebraut worden war, ließen die beiden Hobbybrauer diese Tradition wieder aufleben und gründeten Hera-Brauwerk. Inzwischen brauen die beiden 300 Liter pro Monat und ihr Bier schaffte es schon bis nach Amerika.

Schon Jahre lang hatten Enderlin und Trautwein mit dem Gedanken gespielt, ihr eigenes Bier herzustellen. Die Tatsache, dass nach dem Hauskauf zwei Bierkeller zur Verfügung standen, vertrieb alle Zweifel und ließ die beiden 2017 ihr Vorhaben in die Tat umsetzen. Ein Name war auch schnell gefunden: Die Vornamen der Gründer Helmut und Ralf ergaben zusammen den Namen Hera. Er stellt außerdem einen Bezug zur Braufamilie Heinzmann her, die erstmals in Eichstetten braute.

Ein Gebäude mit bewegter Vergangenheit: 1798 stellten die beiden Brüder und Küfermeister Jakob und Christian Heinzmann einen Antrag zum Betrieb einer Bierbrauerei mit Schankwirtschaft. Aus dieser Zeit stammen die beiden Bierkeller. Sie haben eine Länge von rund 15 und 30 Metern, sind knapp drei Meter breit und liegen zehn Meter unterhalb der Oberfläche des Schmelzers. Da sie direkt in den Berg gegraben wurden, haben sie ganzjährig eine konstante Temperatur von knapp 13 Grad – die ideale Gärtemperatur für untergärige Hefen, die für Biere wie Pils oder Lager eingesetzt werden.

Aus einer 1821 erstmals erwähnten "Biersiederei" wurde die "Brauerei und Bierwirtschaft Heinzmann" – ein viel besuchtes Lokal mit Gartenwirtschaft, Pavillon und Kegelbahn. Nach vielen Generationen Heinzmann ging der Betrieb an die Brauerei Bercher aus Breisach und die Witwe von Friedrich Heinzmann führte das Lokal weiter. Im Jahre 1900 erwarb es schließlich Karl Wilhelm Wiedemann. 1923 eröffnete dessen Schwiegersohn Eugen Hiss das "s’Eugen Hisse", das bis zur Geschäftsaufgabe Lebensmitteln und vieles mehr anbot.

Was bei Trautwein und Enderlin als kleiner Test mit zehn Litern anfing, ist mittlerweile zu einer Dauerproduktion von 300 Litern pro Monat geworden. "Seit wir brauen, ist die Tendenz steigend. Wir haben auch schon Stammkunden", sagt Ralf Trautwein. Gebraut werden Pils, Lager und Hefeweizen. Mittlerweile landete das Eichstetter Bier als Mitbringsel schon in Amerika, Italien, Frankreich und der Schweiz. Zur Herstellung von 100 Litern benötigen die beiden rund acht Stunden. Nach zwei Wochen im Fass wird das Bier von Hand abgefüllt. Bis es verkauft werden kann, muss es dann noch vier Wochen in der Flasche gären.

2.1.1 - Hobbybierbrauer nach Feierabend
Die beiden Bierbrauer kennen sich seit 20 Jahren. "Uns verbindet die Liebe zu Bier, zur Musik und unsere Familie", erzählt Enderlin. Er ist der Stiefvater von Trautweins Frau. Enderlin hat sich mit seinem Unternehmen SE-Computer in Eichstetten selbstständig gemacht. Wer hier seinen Computer zur Reparatur bringt, kann sich gleich noch mit Bier eindecken. Trautwein arbeitet als Ingenieur für Vermessung und Geoinformatik in Basel. Nach Feierabend brauen die beiden zusammen ihr Bier.

Die Reste der Produktion, den Trester, bekommen die Wollschweine und Ziegen von Enderlins Cousin Arndt Köbelin. "Das ist super für uns und die Schweine freuen sich", sagt Trautwein. Gemeinsam mit Köbelin entwickelten die beiden auch ein Rivaner-Bier, das erstmals am Eichstetter Weinfest verkauft wurde. Die gebrauten 50 Liter waren schnell verkauft. Nachschub ist aktuell in Produktion. "Das ist ein Lagerbier mit Rivaner. Wir wussten selbst nicht so genau, wie das schmecken soll, aber es ist echt erfrischend und mal etwas anderes", erzählt Trautwein. Craft Beer zu brauen sei anfangs auch im Gespräch gewesen, sagt Trautwein. "Das mögen wir selbst auch. Wir haben uns dann aber für etwas Bodenständiges entschieden", sagt er.

Durch Braukurse, Bücher und viel Übung eigneten sich die beiden das notwendige Wissen an. Das Malz für ihr Bier stammt aus Bamberg, der Hopfen vom Bodensee. "Anfangs lief manches auch mal nicht so wie geplant, da viele Parameter eine Rolle spielen", sagt Enderlin. "Es dauert, bis alles so ist, wie man es will", erzählt auch Trautwein. Mittlerweile reiche die gebraute Menge aber nicht mehr aus, sodass die beiden über zusätzliche Fässer nachdenken. Platz im historischen Keller für mehr Fässer gibt es auf alle Mal.

3 - Badische Zeitung, 30.05.2021

3.1 - Bier aus dem Felsenkeller

Pils, Weizen und Lager aus Eichstetten: Zwei Kaiserstühler lieben Bier-Klassiker und brauen einmal wöchentlich dort, wo schon vor 223 Jahren Gerstensaft im Felsenkeller reifte.

"Ein Münchner Helles geht gar nicht, das hat mir zu wenig Charakter", sagt Ralf Trautwein. Neugierig auf unbekannte Biersorten war der Ingenieur aus Eichstetten schon immer. Genau wie Helmut Enderlin, Inhaber eines Computerladens und Stiefvater von Trautweins Frau. Gemeinsam erweitern sie ihr Bier-Wissen auf Tasting-Touren, holen sich von Profis praktisches Know-how in Kursen. Mal ein Craft Beer zu brauen, darüber haben sie ernsthaft nachdacht. "Wir fanden aber, dass das nicht mehr nach Bier schmeckt. Wir probieren es hin und wieder und stellen jedes Mal fest, dass wir es nicht mögen", sagt Helmut Enderlin.

Pils, Weizen und Lager sind die Favoriten der beiden Freunde, die sich "schon eine Ewigkeit" kennen. Mit einem gemeinsamen Projekt sind sie seit vier Jahren noch enger miteinander verbunden: HeRa-Brauwerk heißt das Unternehmen. Der Name kombiniert die Anfangsbuchstaben der Vornamen beider Hobbybrauer.

Auf einem der Etiketten steht der Name über einem Schwarzweiß-Foto, das die Belegschaft einer Brauerei zeigt. "Es ist eines der ersten Bilder, die es von Eichstetten gibt", sagt Ralf Trautwein und berichtet von der langen Bier-Tradition der Gemeinde: 1798 beantragten die Brüder Jakob und Christian Heinzmann den Betrieb einer Bierbrauerei mit Schankwirtschaft, 1821 wurde eine "Biersiederei" in der Ortschronik das erste Mal erwähnt. Die "Brauerei und Bierwirtschaft Heinzmann" war ein Magnet, zog zahlreiche Besucher in die hauseigene Gartenwirtschaft, den Pavillon und die Kegelbahn. Gelagert wurde das Bier in zwei tief im Fels liegenden Braukellern – 15 und 30 Meter lang und rund drei Meter breit. "Die fand ich, als ich das Haus 2015 erwarb, und so hatten wir eine perfekte Grundlage, selbst mit dem Bierbrauen zu beginnen", erinnert sich Helmut Enderlin.

Mit rund 13 Grad bietet der historische Felsenkeller die ideale Temperatur für untergärige Hefen, wie sie für Biere wie Pils oder Lager verwendet werden. Mit einem 10-Liter-Braukessel funktionierten erste Experimente schon zu Beginn so gut, dass sie bereits drei Monate später einen 50-Liter-Kessel kauften. Testtrinker waren Ralf Trautweins Brüder. "Wir haben ihnen einfach zwei Flaschen hingestellt, ohne zu sagen, dass das Bier von uns war – und sie fanden es nicht schlecht", sagt Ralf Trautwein. Engste Kollegen erweitern das Probierteam: "Dann ging es plötzlich los und wir wurden gefragt, ob wir noch mehr haben."

Werbung hat das Duo noch nie gemacht, denn das Brauwerk wächst beständig durch Mund-zu-Mund-Propaganda. Schnell kamen auch Stammkunden aus Freiburg hinzu.

3.1.1 - Das Bier heißt Firobe
Waren es 2019 noch 3000 Liter jährlich, so produzierte das Brauwerk im vergangenen Jahr schon die dreifache Menge. "In diesem Jahr werden wir die 10 000 Liter knacken", glaubt Trautwein. Im vergangenen Sommer habe man einen 200 Liter-Braukessel angeschafft, denn die Nachfrage nach dem Bier mit dem Namen "Firobe" habe die Kapazitäten einfach gesprengt.

Einmal wöchentlich duftet es den Eichstetter Altweg entlang nach Malz, denn dann sind die beiden Hobbybrauer am Werk. "Wenn man abends von der Arbeit kaputt ist, kann man dabei gut abschalten, man ist einfach in einer anderen Welt", sagt Ralf Trautwein. Acht Stunden dauert es, bis 100 Liter gebraut und in Tanks abgefüllt sind. Nach zwei bis drei Wochen wird das fertig vergorene Bier von Hand in Flaschen abgefüllt, kommt nach weiteren vier Wochen in den Verkauf. "Nicht pasteurisiert, und ungefiltert als reines Naturprodukt", betont Helmut Enderlin.

Neue Ideen kommen regelmäßig aus dem Familienkreis: Nachdem man mit Trautweins Cousin, dem Winzer Arndt Köbelin, im vergangenen Sommer ein Lagerbier mit Rivaner kreiert hat, ist jetzt ein Malzbier für die Jüngsten in Planung. Und ein Braustüble direkt im Haus, wo man gemütlich zusammensitzen und auch probieren kann.

Wer jenseits der Öffnungszeiten Bier-Nachschub braucht, kann es übrigens aus einem "Kaiserstuhl-Automaten" holen. Der steht direkt vor dem Brauereiladen und ist meist gut gefüllt.

Sources:
- person: Max Boos
- marriage: Kurt Heinzmann

Note: Missing data can be supplemented and incorrect data corrected, please contact Geneee.