Adolph Blankenhorn

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  • 3 grandchildren

Parents

Marriages and children

Ancestors

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Adolph Blankenhorn 1843-1906

Notes

1 - Wiki

de:Adolph_Blankenhorn

2 - Staatsweingut Freiburg

2.1 - Historie

1842 bis 1844 gründeten die Brüder Nikolaus, Adolph Friedrich und Jakob Wilhelm Blankenhorn aus dem badischen Müllheim das Weingut. Sie machten über 2 Jahre hinweg, mit zeitweise 200 Arbeitskräften, ein bis dahin ungenutztes und verwildertes Hanggrundstück oberhalb von Ihringen für den Weinbau nutzbar. Bei der Bepflanzung ab 1844 nutzte die Familie ihre guten Kontakte in der Weinwelt. Mit Setzlingen aus dem Rheingau für den Riesling, Pfälzer Traminer aus den Weinbergen von Reichsrat von Buhl und Spätburgunder aus der burgundischen Grand Cru-Lage Clos de Vougeot hatte man beste Startbedingungen. Mit der ersten Ernte 1847 wurde der noch heute erhaltene Gewölbekeller fertiggestellt.

Der Sohn von Adolph Friedrich, Professor Dr. Adolph Blankenhorn, war der Mitbegründer der deutschen Weinbauwissenschaften. Nach seiner Promotion bei Prof. Robert Bunsen an der Universität Heidelberg, kehrte er in die elterlichen Betriebe zurück. Er nutzte das Weingut als Versuchsstation für seine weinbaulichen und önologischen Untersuchungen. Aus eigenen Geldmitteln gründete er 1867 ein Önologisches Institut in Karlsruhe und brachte 1870 die wissenschaftliche Zeitschrift „Annalen der Önologie“ heraus. Bei der Entwicklung der Pfropfrebe zur Bekämpfung der Reblaus hatte Blankenhorn entscheidenden Anteil.

Prof. Blankenhorn engagierte sich auch sehr für den Berufsstand. Er war 1874 Mitbegründer des badischen und des deutschen Weinbauvereins, dessen erster Präsident er war. Seine Leistungen für die Weinbauwissenschaften und den Berufsstand machten ihn europaweit bekannt. Er wurde dafür 1878 mit einer Goldmedaille bei der Weltausstellung in Paris geehrt.

Aus gesundheitlichen Gründen musste Blankenhorn ab 1880 bereits seine wissenschaftlichen Arbeiten einschränken und verstarb bereits 1906 in Konstanz am Bodensee, wo er ab 1898 lebte. Die Familie Blankenhorn bewirtschaftete das Weingut weiter. Nach dem Ersten Weltkrieg 1919 verkaufte sie den Besitz an die Badische Landwirtschaftskammer. Der Betrieb wurde 1933 durch den Reichsnährstand verstaatlicht. Dieser Reichsnährstand vereinnahmte ab 1933 im Agrarbereich alle Aktivitäten und das Vermögen der Verbände. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging das Weingut in den Besitz des Landes Baden-Württemberg über und das Anwesen wurde als Versuchs- und Lehrgut dem Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg angegliedert.

3 - Badische Zeitung, 07.11.2006

3.1 - Weinbaupionier Blankenhorn hat Wurzeln in Obereggenen

Von einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen werden die Gedenkveranstaltungen zum 100. Todestag des Weinbaupioniers Professor Adolph Blankenhorn. Die Familie Blankenhorn hat wie keine zweite die Geschicke der Stadt Müllheim mitgeprägt. Wenig bekannt ist, dass es Querverbindungen von Müllheim nach Obereggenen gibt, wo sich ein Zweig der Familie niederließ.

"Urvater" der Blankenhorns dieser Region ist Nikolaus Blankenhorn (I), der um 1600 vom württembergischen Gächingen nach Sulzburg an den markgräflich-badischen Hof kam. In den folgenden Generationen zogen jeweils die Söhne an einen anderen Ort. Nikolaus II siedelte um nach Britzingen und wirkte dort als Vogt. Nikolaus III zog von dort nach Müllheim. Und dessen Sohn Bartholomaeus wiederum ließ sich in Obereggenen nieder, um sich mit seiner Familie der Landwirtschaft und dem Weinbau zu widmen. Von 1758 an stand nach Aufzeichnungen von Pfarrer Hans Trenkle ein Hofgut in Obereggenen im Besitz der Blankenhorn-Familie, nachdem sich die Tochter des Vogtes Matthias Vögtlin mit Bartlin Blankenhorn, dem Jüngeren, verheiratet hatte, der dann ebenfalls als Vogt amtierte. Es ist überliefert, dass wiederholt Mitglieder der Familie Blankenhorn das Amt der Obereggener Vögte ausübten und später auch als Bürgermeister fungierten.

Der letzte dieser Bürgermeister, Johann Georg Blankenhorn, starb 1882. Er soll, Trenkles Aufzeichnungen zufolge, ein sehr sozial denkender und handelnder Mann gewesen sein. Er nahm sich immer wieder der Ärmsten des Dorfes an. Seine persönliche Bescheidenheit und religiöse Gesinnung werden als beispielhaft bezeichnet. An ihn erinnert bis heute ein Gedenkstein an der Kirche. Ein Jahr nach dem Tod dieses Ehrenmannes erwarb die Gemeinde das Blankenhornsche Hofgut im Ortszentrum. Im 1737 erbauten Wohnhaus wurden Gemeindeverwaltung und Schule samt Lehrerwohnung untergebracht. Anfang der 1970er Jahre fiel dieses Haus beinahe der Spitzhacke zum Opfer. Doch wurde das historische Gebäude noch vor dem Abriss bewahrt und mit hohem Kostenaufwand renoviert. Wiederum wurde die Ortsverwaltung darin eingerichtet, und auch ein Raum der Kirchengemeinde fand im Untergeschoss Platz. Zum ehemaligen Blankenhornschen Besitz gehört das benachbarte Ökonomiegebäude, in dem heute Feuerwehr und Jugendraum untergebracht sind.

1847 gründete Johann Friedrich Blankenhorn in Obereggenen die gleichnamige Weinhandlung, die er neben der herkömmlichen Landwirtschaft betrieb. Doch bereits zehn Jahre später verlegte die Familie den Firmensitz nach Schliengen. Man erwarb dort vom Inhaber Joseph Walz das Gasthaus "Zum Baselstab" samt angegliederter Post- und Umspannstation, heute an der Bundesstraße 3 gelegen. Ausschlaggebend für die Umzugsentscheidung war sicher die bessere Verkehrsanbindung an Überlandstraßen und die Bahnstation. Eine Weingroßhandlung mit eigenem Weinbau wurde eingerichtet. Die übrige Landwirtschaft mit Viehhaltung wurde erst Anfang der 1960er Jahre endgültig aufgegeben. Durch Rebflächen-Erweiterung entwickelte sich die Firma Blankenhorn zum größten privaten Weinbauunternehmen des Markgräflerlandes. Der heutige Seniorchef Klaus Blankenhorn nahm in vierter Generation eine beachtliche Betriebserweiterung durch die Gründung einer Erzeugergemeinschaft vor. Unter der neuen Leitung von Tochter Rosemarie "Roy" Blankenhorn-Röbbelen, einer staatlich geprüften Weinbautechnikerin, beschränkte sich das Weingut jedoch wieder auf den eigenen Kernbetrieb mit heute etwa 25 Hektar Rebfläche. Die breite Palette selbst ausgebauter Weine wird deutschlandweit vermarktet. Seit 1989 ist das Weingut Mitglied im "Verband Deutscher Prädikatsweingüter" , in dem nur Spitzenweingüter vertreten sind. Klaus Blankenhorn, seine Ehefrau Rösle und ihre Tochter Roy wünschen sich, dass die Kinder das Weingut im Sinne ihrer Ahnen weiterführen. Eine der drei Töchter von Rosemarie Blankenhorn-Röbbelen studiert Agrarwissenschaften, was darauf hoffen lässt, dass dieser Wunsch sich erfüllt. Die Juniorchefin selbst kam zu repräsentativen Ehren, als sie zur Badischen Weinkönigin (1978/79) sowie zur Deutschen Weinprinzessin (1979/80) gekürt wurde.

Sources:
- person: Wikipedia
- marriage: deutsche-biographie.de

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